Eltern - Kinder

Gute Noten in der Schule – Nachhilfe

© Dream-Emotion - Fotolia.comSpätestens wenn die Zeugnisse nahen, kommen für viele Eltern und Kinder die Sorgen ins Haus. Schlechte Noten können die Versetzung ernsthaft in Gefahr bringen. Mit einer guten schulischen Nachhilfe kann man hier Abhilfe schaffen – was aber ist die richtige Hilfe?

Nachhilfe ist en Vogue

Es ist noch gar nicht so lange her, da galt der Nachhilfeunterricht nur als etwas für Sitzenbleiber und Lernschwache. Heute hat sich das Blatt gewandelt. Fast jedes Schulkind benötigt während seiner schulischen Laufbahn einmal professionelle Hilfe. Studien haben bewiesen, dass sich die Ausgaben für die Nachhilfestunden wirklich lohnen. Rund zwei Drittel aller Schüler konnten sich innerhalb von neun Monaten um rund 2 Noten verbessern.
Die Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Nachhilfe. Zwar können die meisten ihren Sprösslingen schulisch nicht mehr helfen, aber Eltern und Kinder müssen sich über die Nachhilfe einig sein. Ohne jede Motivation bei Zwangsnachhilfe wird sich kein positives Ergebnis einstellen.

Unterricht und Kosten

Zunächst stellt sich die grundlegende Frage, ob man sich für Einzelunterricht oder für eine Gruppe entscheidet. Letzten Endes sollte das Kind selbst die Entscheidung treffen. Nicht jedem liegt die Schulatmosphäre bei der Gruppennachhilfe, so dass Einzelunterricht deutlich effektiver sein kann. Besonders wenn Lernschwierigkeiten vorliegen, sollte der Einzelunterricht mit einem Privatlehrer vorgezogen werden. Die Gruppen eines renommierten Nachhilfeinstituts arbeiten im Übrigen nur mit drei bis fünf Schülern pro Gruppe.
Die Kosten für den Einzelunterricht liegen natürlich höher als beim Gruppenunterricht. Durchschnittlich kommen hier etwa die doppelten Kosten auf die Eltern zu. Durchschnittlich bewegen sich die Preise pro Unterrichtsstunde zwischen 16 und 64 Euro beim Einzelunterricht und zwischen 7 und 32 Euro beim Gruppenunterricht.
Große und namhafte Institute sind oftmals deutlich teurer als kleine Anbieter. Allerdings findet man hier auch meistens die besseren Lernprogramme.
In der Regel findet der Nachhilfeunterricht an einer Doppelstunde pro Woche statt, so dass man sich bei Kosten von durchschnittlich 150 Euro pro Monat einpendelt.
Das richtige Institut zu finden, ist natürlich immer etwas Glückssache. Nachhilfeschulen gibt es praktisch in jeder Stadt – ob es nun einer der Marktführer oder ein kleines eigenständiges Unternehmen ist. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Oftmals kann zunächst ein Probemonat durchgeführt werden. Sollte das Zusammenspiel zwischen Nachhilfelehrer und Kind nicht funktionieren, kann man kurzfristig zu einem anderen Unternehmen wechseln.

© Dream-Emotion - Fotolia.comAndere Gründe für den Leistungsabfall

Nicht immer ist ein Leistungsabfall in der Schule ein Grund zur ernsten Besorgnis. Schlechte Noten in der Schule sind gerade in der Pubertät völlig normal. Gleiches gilt, wenn das Kind mit seinen Eltern in eine andere Stadt umgezogen ist oder die Schule nach einem Auslandsaustausch wieder besucht wird.
Hat das Kind allerdings von Anfang an Probleme, in der Schule die geforderte Leistung zu erbringen, sollte man den Ursachen auf den Grund gehen. Es kann vorkommen, dass das Kind an einer Lern- oder Rechtschreibschwäche leidet und daher den Schulstoff nicht optimal verarbeiten kann. Hier sollten dann Experten und Therapeuten um Rat gefragt werden.



Fazit

Schlechte Noten sind kein Beinbruch. Da der Nachhilfeunterricht heute nicht mehr mit dem schlechten Ruf von einst belegt ist, braucht sich niemand vor etwas zusätzlichem Unterricht fürchten.